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Autor:
Roth, Wolfgang

Grüne Termine im Januar



Sauerdorn (Berberis thunbergii) ist eine beliebte Heckenpflanze mit Vorzügen. Er ist robust und gedeiht an fast jedem Standort. Seine Blüten sind Nahrungsquellen für Bienen und die roten Früchte eine Zierde bis in den Winter hinein.
© Roth
Sauerdorn (Berberis thunbergii) ist eine beliebte Heckenpflanze mit Vorzügen. Er ist robust und gedeiht an fast jedem Standort. Seine Blüten sind Nahrungsquellen für Bienen und die roten Früchte eine Zierde bis in den Winter hinein.
Januar 2017 Noch ruht die Gartenarbeit. Da ist es Zeit, für die kommende Saison neue Pläne zu entwickeln, in die die Erfahrungen aus den letzten Jahren einfließen.

nach obenZierpflanzen

In manchen Jahren sind Januar und Februar eine harte Zeit für die Pflanzen, in der sie unsere Hilfe brauchen.

Unter Trockenheit leiden Nadelgehölze und andere immergrüne Pflanzen, weil sie auch jetzt Wasser verdunsten und im gefrorenen Boden keine Feuchtigkeit aufnehmen können. Besonders gefährdet sind jüngere Pflanzen, die noch nicht so tief eingewurzelt sind. In frostfreien Perioden sollten deshalb 20 Liter Wasser pro Quadratmeter Pflanzfläche gegossen werden.

Bei sehr milder Witterung kann es passieren, dass Vorfrühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum ssp. caucasisum) ihre weißen, rosa oder karminroten Blüten bereits Ende Januar ins Freie strecken. Bei fehlender Schneedecke ist dann ein Kälteeinbruch unter - 10 °C gefährlich. Mit einer Vliesabdeckung lassen sich Pflanzen und Blüte retten.

Der Rasen braucht jetzt Ruhe und möchte nicht betreten werden. Jeder Schritt würde die feuchte Erde verdichten und dadurch den Graswurzeln das Atmen erschweren. Noch gefährlicher ist das Betreten bei Frost, denn die gefrorenen Blätter können brechen. Ungeeignet ist der Rasen auch als Lagerplatz für geräumten Schnee.

Dahlien lassen sich durch Stecklinge vermehren. Dazu topfen Sie eine Knolle so ein, dass der vorjährige Stängelansatz oder ein Auge von der Erde unbedeckt bleibt. Sobald der Austrieb drei bis vier Blätter groß geworden ist, kann er als Steckling geerntet werden. Nach dem Entfernen des unteren Blattpaares wird er in einen Blumentopf mit Vermehrungserde gesteckt und bei etwa 18 °C auf der Fensterbank zur Bewurzelung gebracht. Eine übergestülpte Plastiktüte mit einigen Löchern hält die Luft für den Steckling angenehm feucht.

Nahezu alle Ziersträucher brauchen einen regelmäßigen Rückschnitt, damit sie nicht zu groß werden und immer wieder junge Zweige mit starkem Blütenbesatz bilden. Der Abstand zwischen den Schnittterminen hängt von der Wuchsstärke des Strauches ab. Sommerblühende Gehölze vertragen einen kräftigen Rückschnitt am besten während der Saftruhe von Januar bis Anfang März.

Schneiden Sie immer bei trockenem Wetter, um die Gefahr einer Pilzinfektion zu minimieren und nicht bei Frost unter - 5 °C. Sträucher, die schon im Herbst Blütenknospen angesetzt haben und bereits in Frühjahr blühen, werden erst nach dem Verblühen eingekürzt.

nach obenObst

Kernobst und Beerenobststräucher vertragen während der Winterruhe einen kräftigen Rückschnitt.

Der (Erziehungs)Schnitt bei jungen Kernobstbäumen wird erst im zeitigen Frühjahr fällig, wenn die Knospen austreiben. Auch Steinobst verträgt im Winter keinen Rückschnitt. Die optimale Zeit bei dieser Obst­art ist in der Regel gleich nach der Ernte.

Das Auslichten zu dichter Kronen ist Voraussetzung für die Gesundheit des Gehölzes. Aber auch die Früchte profitieren vom stärkeren Lichteinfall. Sie entwickeln mehr Geschmack und eine bessere Farbe. Beim Rückschnitt ist es meistens besser, ganze Astpartien zu entfernen, als einige Zweige zu stutzen.

Um ein Einreißen der Rinde zu verhindern, sägen Sie dicke Äste zweimal ab. Den ersten Schnitt setzen Sie ein Stück vor der endgültigen Trennstelle an und schneiden dann den Ast im zweiten Arbeitsgang auf Astring ab. Ein Aststumpf sollte nicht übrig bleiben.

Winterschutz


Die Wurzeln des Quittenbaumes sind recht frostempfindlich. Daher tut ihnen eine dicke Mulchschicht als Frostschutz gut. Diese Obstart ist ohnehin empfindlich. Sie ist nicht kalktolerant und anfällig gegen Feuerbrand, einer nicht zu bekämpfenden Bakteriose.

Ein weißer Anstrich der Baumstämme verringert die Gefahr, dass die Rinde aufplatzt. Die Ursache ist der große Temperaturunterschied wenn bei Frost die Sonne die dunkle Rinde aufheizt.

Bei starken und schneefreien Kälteeinbrüchen können Sie die Erdbeeren mit einer Vliesabdeckung schützen.

Der Wurzelballen von Gehölzen im Container benötigt Wasser und sollte nicht austrocknen.

nach obenGemüse

Vielfältig sind unsere Ansprüche an das Gemüse. Es soll zuverlässig bei unterschiedlichen Wetterbedingungen wachsen, sowie gegen Krankheiten und Schädlinge widerstandsfähig sein. Ferner erwarten wir, dass es gut schmeckt, einen hohen Gehalt an Nährstoffen und viele gesunde Vitamine enthält. Für alle, die sich über Gemüsesorten informieren wollen, lohnt der Blick in die neuen Samenkataloge und auf die Neuheiten: Was blüht uns Neues in 2017? / Blumen: zauberhaft natürlich.

Bei Fruchtgemüse wie Tomate, Paprika oder Gurke sind weiterhin kleinfrüchtige Sorten, so genanntes "Mini-Snack-Gemüse", beliebt. Diese Sorten wachsen sehr kompakt und bringen sogar in Pflanzgefäßen lohnende Erträge. Die Früchte schmecken lecker und verführen zum spontanen Naschen.

Beim Samenkauf wird oft zu den modernen Hybridsorten (F1-Sorten), gegriffen. Nachteilig ist, dass ein Nachbau, also das Aussäen selbst geernteter Samen nicht zum Erfolg führt. Die Nachkommen sind nämlich nicht mit der ursprünglichen F1-Sorte identisch, sie fallen unterschiedlich aus.

Traditionssorten lassen sich hingegen sehr erfolgreich nachbauen. Sie sind samenfest und spalten nicht auf. Traditionssorten haben sich seit vielen Jahren an das hiesige Klima angepasst und sich bewährt.

Tipps für die Planung: Sicherlich ist es praktisch, Gemüse wie Karotten, Radieschen oder Spinat, in Reihen auszusäen, weil es die Pflege sehr erleichtert. Aber muss jedes Gemüse in Reihe und Glied stehen?

Für Stangenbohnen können die Stangen zeltartig angeordnet oder einzeln auf dem gesamten Gemüseland verteilt werden. Gurken, Erbsen, Kletterzucchini oder kleinfrüchtige Kürbisse erklimmen gerne Rankgitter oder aufgespannten Maschendraht. Diese Pflanzen wachsen rasch und üppig, so dass die Rankhilfe bald verdeckt und zu einem interessanten Gestaltungselement wird.

Abwechslung in gerade Reihen bringen auch Pflanzen wie Kopfsalat oder diverse Kohlarten, wenn sie verstreut in "Erntelücken" nachgepflanzt werden.

Auch bunte Farben passen ins Gemüseland. Kapuzinerkresse (Tropaeolum spp.) ist sowohl ein Küchenkraut als auch eine Zierpflanze. Aber auch Schnittblumen wie Sommerastern (Callistephus chinensis) oder Löwenmäulchen (Antirrhinum majus) wachsen unbeschadet neben Gemüse.

Der Vorteil des Wintergemüses aus dem eigenen Garten ist, dass Sie wissen womit es gedüngt und ob ein Pflanzenschutzmittel eingesetzt wurde. Nachteilig ist die lange Kulturzeit, der hohe Platzbedarf auf dem Beet und später während des Lagerns. Da ist es oft einfacher, das Wintergemüse einzukaufen.

Alle Kohlarten sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Weißkohl hat den höchsten Vitamin-C-Gehalt aller Kohlarten. Er wirkt wie Rotkohl entwässernd, Blut bildend und Cholesterin senkend. Grün- oder Braunkohl enthält viel Kalium, Eiweiß und Kohlenhydrate. Von allen Kohlarten hält Wirsing den Spitzenwert an Magnesium. Rote Bete stärkt die Durchblutung und lindert Erkältungsbeschwerden. Möhren, Porree (Lauch) sowie Steckrüben (Kohlrüben) sind ebenfalls voller Nährstoffe, die uns helfen, sicher durch den Winter zu kommen.

Spinat und Blattsalate aus dem Gewächshaus sollten in der hellen Mittagszeit geerntet werden, weil dann der Nitratgehalt in den Blätter am geringsten ist.

nach obenInspektion der Gartengeräte

Das Frühjahr kommt meistens früher als gedacht. Und dann ist es gut, wenn alle Gartengeräte intakt sind. Die Wintertage sind genau die richtige Zeit mit der Pflege und Reparatur von Gartengeräten zu beginnen. Um sich die Gartenarbeit zu erleichtern, lohnt es manchmal, altes Gerät durch ergonomisch verbessertes Werkzeug zu ersetzen. Die Wartung des Rasenmähers durch eine Fachwerkstatt sollte ebenfalls in den ruhigen Wintermonaten erfolgen.

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