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Autor:
Roth, Wolfgang

Grüne Termine im Februar



Die Chinesische Zaubernuss (Hamamelis mollis) zählt zu den schönsten Winterblühern. Sie ist wie eine Diva und kommt am besten zur Geltung, wenn sie allein im Vordergrund steht.
© Roth
Die Chinesische Zaubernuss (Hamamelis mollis) zählt zu den schönsten Winterblühern. Sie ist wie eine Diva und kommt am besten zur Geltung, wenn sie allein im Vordergrund steht.
Februar 2017 Nach dem phänologischen Kalender beginnt im Februar mit der Haselnuss- und Schneeglöckchen-Blüte der Vorfrühling oder für gartenbegeisterte Menschen die neue Saison.

nach obenZierpflanzen

Wenn sich der Winter zurückzieht und der Schnee geschmolzen ist, können die abgestorbenen Pflanzenteile der Stauden und Ziergräser abgeschnitten werden. Das geht mit einer Rasenkantenschere oder bei größeren Flächen mit einem motorisierten Freischneider recht schnell.

Das Schnittgut ist ein wertvoller Rohstoff für die Herstellung von Komposterde. Allerdings sollte es einige Wochen lang unzerkleinert zwischengelagert werden, damit die darin überwinternden Tiere ihren Tiefschlaf ungestört beenden können.

Sobald der Boden frostfrei und abgetrocknet ist, können Sie Gehölze pflanzen und Stauden durch Teilen der Wurzelstöcke vermehren. Sollte wegen der Schneeschmelze der Wassergehalt im Boden noch hoch sein, pflanzen Sie besser etwas später und bewahren so die Erde vor unnützer Verdichtung.

nach obenObst

Die Zeit für den Winterschnitt an Kernobst und Obststräuchern geht Anfang März zu Ende. Durch den Rückschnitt schaffen Sie luftige sowie Licht durchdrungene Baumkronen und Sträucher, eine wesentliche Voraussetzung für gesunde und qualitativ hochwertige Früchte.

Kirsch- und Pflaumenbäume erkranken manchmal an Gummifluss. Symptom dieser physiologischen Störung ist das Austreten einer gummiartigen, klebrigen Masse aus der Rinde. Wirkungsvolle Maßnahmen zur Abwehr diese Krankheit sind das Vermeiden von Verletzungen und der fachgerechte Rückschnitt, der aber nicht in der kalten Jahreszeit von Mitte September bis Ende Februar erfolgen darf.

Tipps für den Rückschnitt der in Deutschland immer beliebter werdenden Feigen (Ficus carica): Grundsätzlich werden Feigen als Busch gezogen und nur mäßig geschnitten, damit das Wachstum nicht zu sehr angeregt wird. Ein zu starkes Wachstum würde den Fruchtansatz mindern.

Schneiden Sie etwa Anfang März alle durch Frost geschädigten, sich kreuzenden und zu dicht stehende Zweige ab. Setzen Sie dabei die Baumschere kurz oberhalb einer Knospe oder an der Basis einer Verzweigung an. Alte, kahl gewordene Büsche vertragen einen starken Rückschnitt, wobei abgetragene Triebe direkt über dem Boden abgenommen werden. Verwenden Sie scharfes Werkzeug, damit glatte Wunden entstehen.

Die Kräuselkrankheit an Pfirsich-, Aprikosen- und Nektarinenbäumen kann großen Schaden anrichten, weil die erkrankten Laubblätter ihre Funktion verlieren. Befallenes Blattgewebe verdickt sich blasenartig und verfärbt sich weißlich oder rot-bräunlich.

Wenn eine Behandlung mit einem Spritzmittel erfolgen soll, dann muss frühzeitig gehandelt werden, weil die Infektion bereits in der anschwellenden Knospe stattfindet. Dafür genügen einige Tage mit Temperaturen über 10° C. Im Dienstleistungszentrum Rheinpfalz (DLR) konnte eine deutliche Befallsreduktion mit dem Pflanzenstärkungsmittel "Neudo-Vital Obst Pilzschutz" erzielt werden. Eine vorbeugende Wirkung hatten auch Präparate auf der Basis von Meeralgen. Es ist auch ein Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Difenoconazol vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zugelassen. Dieser Wirkstoff wird unter verschiedenen Handelsbezeichnungen, wie beispielsweise "Duaxo Universal Pilz-frei" vertrieben. Wer nicht spritzen möchte, sollte unbedingt alle erkrankten Blätter entsorgen.

Bei früh reifenden Erdbeersorten kann durch eine Vliesabdeckung die Ernte acht Tage früher beginnen. Die Abdeckung sollte, sofern kein Schnee liegt, im Februar erfolgen und muss bei Wärme, spätestens zu Beginn der Blüte, abgenommen werden. Falls dann ein Kälteeinbruch droht, muss das Vlies erneut aufgelegt werden, denn durch den Entwicklungsvorsprung sind die Pflanzen empfindlicher geworden.

nach obenGemüse

Auberginen und Paprika benötigen eine lange Kulturzeit. Wer Jungpflanzen auf der Fensterbank anziehen möchte, kann bereits jetzt mit der Aussaat beginnen. Tomaten-Sämlinge entwickeln sich schneller. Deshalb sollte dieses Fruchtgemüse frühestens Anfang März ausgesät werden. Die Pflanzen haben dann noch genügend Entwicklungszeit, um frühzeitig ausgepflanzt zu werden.

Noch einen Monat später beginnt die Anzucht von Gurke, Kürbis, Melone und Zucchini. In einigen Ratgebern wird für spezielle Freiland-Gemüsearten (etwa Dicke Bohnen, Möhren, Petersilie, Spinat) der Februar als möglicher Aussaattermin genannt. Nach meinen Erfahrungen ist ein so früher Termin sehr risikoreich und nicht zu empfehlen. Besser ist es, bis zum März zu warten, weil die Samen schneller keimen, die Pflanzen sich zügiger entwickeln und die "verlorene" Zeit ein- und sogar überholen.

Deutlich sicherer sind Aussaaten ins unbeheizte Gewächshaus oder Frühbeet. Wer experimentierfreudig ist und Vlies zur Abdeckung bereit hält, kann die Gemüsesaison schon in diesem Monat eröffnen.

Kühl, trocken und im Dunklen gelagertes Saatgut ist in der Regel mehrere Jahre haltbar. Ausgenommen sind die Samen von Pastinaken, Schwarzwurzeln und Wurzelpetersilie, deren Haltbarkeit weniger als ein Jahr beträgt. Die Samen von Dill und Schnittlauch sind zwei, von Petersilie, Tomaten, Zwiebeln und Feldsalat drei, von Bohnen, Erbsen, Kopfsalat, Möhren und Sellerie vier, von Kohlarten, Rettich, Radies, Spinat und Roter Bete fünf und von Gurke und Kürbis sogar sechs Jahre lang haltbar.

Wenn Sie frühe Kartoffeln ernten möchten, dann können Sie ab Ende des Monats Saatkartoffeln vorkeimen. Legen Sie die Kartoffeln in eine flache Kiste und stellen diese an einen hellen (Fenster)Platz um 15 °C auf. Wenn zusätzlich eine wenige Zentimeter starke Erd- oder Sandschicht in die Kiste eingebracht wird, entwickeln die Knollen nicht nur grüne, kompakte Keime, sondern auch Wurzeln, die dann für einen schnellen Start nach dem Auspflanzen sorgen. Die Kartoffeln alle paar Tage mit Wasser besprühen. Verwenden Sie frühe Sorten und nur zertifizierte Saatkartoffeln. Der Nachbau aus eigener, vorjähriger Ernte bringt nachweislich einen geringeren Ertrag.

nach obenApfelblüten-Orakel

Im Februar geschnittene und zum Antreiben ins Wasser gestellte Apfelbaumzweige lassen den Ertrag im Herbst erahnen. Das erfahrene Orakel erkennt an der Anzahl der Blüten wie die Ernte im Herbst ausfallen könnte und wie stark der Rückschnitt jetzt ausfallen sollte.

Viele Apfelsorten alternieren. Das heißt, dass nach einem Jahr mit vielen Blüten und hohem Ertrag ein Jahr mit wenig Blüten und geringem Ertrag folgt. Mit der entsprechenden Strategie beim Rückschnitt kann dieses Verhalten etwas ausgeglichen werden. Im Jahr mit geringer Blütenzahl sollte nur wenig beschnitten werden. Sind hingegen viele Blüten vorhanden, dann verträgt der Baum einen starken Schnitt. Damit wird sein Wachstum angeregt, die Fruchtbildung verringert und verhindert, dass sich der Baum erschöpft.

Zuverlässiger als das Orakel sind, im Laufe der Jahre, aufgeschriebene Beobachtungen.

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Ton in Ton in leuchtendem Gelb: Vorn Tulpen und im Hintergrund Narzissen.
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Grüne Termine im April
Mit einem Streuwagen können Sie genau die richtige Menge des Saatguts ausbringen und Sie erfreuen sich bald eines dichten, grünen Rasens.
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Tomate 'Heartbreakers Vita'
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Apfelblüten, Aussaat, Erdbeersorten, Feigen, Gummifluss, Komposterde, Kräuselkrankheit, Pflanzenstärkungsmittel, Saatgut, Saatkartoffeln, Schnittgut, Stauden, Wassergehalt, Winterschnitt, Ziergras

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