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Autor:
Roth, Wolfgang

Grüne Termine im März



Am 20. März ist Frühlingsanfang, das ist aber keine Gewähr dafür, dass uns der Winter ganz und gar verlassen hat.
© Roth
Am 20. März ist Frühlingsanfang, das ist aber keine Gewähr dafür, dass uns der Winter ganz und gar verlassen hat.
März 2017 "Fürchte nicht den Schnee im März, darunter schläft ein warmes Herz", tröstet eine Bauernregel. Riskant für frühe Aussaaten, Triebe und Blüten ist der Frost, der sich mit einer Vlies­abdeckung reduzieren lässt.

nach obenZierpflanzen

Noch müssen frostgefährdete Kübelpflanzen im Winterquartier ausharren, aber auf die bevorstehende Freiluftsaison können sie vorbereitet werden:

  • Beginnen Sie mit dem Rückschnitt. Zu üppige Exemplare sollten eingekürzt und ausgelichtet werden. Auch kranke und abgestorbene Zweige sowie lange und schwache Austriebe gehören entfernt.
  • Nach 2 bis 3 Jahren ist die Blumenerde ausgelaugt und so stark verdichtet, dass den Wurzeln die Luft zum Atmen fehlt. Verwenden Sie beim Umtopfen ein spezielles Kübelpflanzen-Substrat.
  • Damit den Wurzeln genügend neues Substrat zur Verfügung steht, müssen Sie entweder ein deutlich größeres Pflanzgefäß verwenden oder den Wurzelballen entsprechend verkleinern. Entfernen Sie beim Umtopfen alte oder kranke Wurzeln gleich mit.

Wenn die Kübelpflanzen ins Freie gestellt werden, vertragen sie noch kein direktes Sonnenlicht. Zum Schutz vor Sonnenbrand benötigen die Blätter eine Eingewöhnungszeit von wenigen Wochen. Geranien, Fuchsien & Co. Vertragen keine Minusgrade und müssen bei Frost zurück ins Winterquartier. Bei schwachem Frost genügt eventuell eine Vliesabdeckung und das Heranrücken an die Hauswand.

Andere mediterrane Pflanzen wie Oleander und Lorbeer sind nicht ganz so empfindlich und überstehen schwache Fröste schadlos.

Wenn Frühlingswetter in den Garten lockt, können Sie mit dem Beseitigen der Winterspuren und mit dem Aufräumen beginnen:

Entfernen Sie die vorjährigen Reste der Stauden und schneiden Sie die Ziergräser kurz, denn der frische Austrieb braucht Platz.

In den meisten Gegenden kann der Winterschutz beseitigt werden. Im Bergland und in anderen frostgefährdeten Lagen sollten Sie damit noch etwas warten.

Starten Sie das Wellness-Programm für den Rasen: Abharken, mähen, eventuell vertikutieren und düngen. Weil Rasen einen hohen Bedarf an Stickstoff hat, sind spezielle Rasendünger mit Langzeitwirkung empfehlenswert.

nach obenObst

Wenn der Boden aufgetaut und abgetrocknet ist, beginnt die Pflanzzeit für Obstgehölze.

Vor dem Pflanzen sind einige Dinge zu bedenken:

  • Soll ein alter Baum ersetzt werden, dann muss, wegen der Bodenmüdigkeit, zwischen Kern- zu Steinobst gewechselt werden.
  • Bei begrenzter Fläche ermöglichen kleinwüchsige Baumformen (Säulen, Spindelbusch, Halbstamm) eine größere Stückzahl und somit mehr Sortenvielfalt. Das wiederum erhöht die Sicherheit bei der Befruchtung.
  • Die Wahl früher und später Sorten verlängert die Erntezeit. Ein weiterer Vorteil ist, dass kleine wüchsige Bäume bereits wenige Jahre nach dem Pflanzen ertragreich sind.

Grundsätzlich ist jeder Obstbaum eine Kombination aus der Unterlage und der darauf veredelten Sorte. Die Unterlage bestimmt, ob der Baum schwach-, mittel- oder starkwüchsig ist. Für lehmhaltigen, nährstoffreichen Boden ist bei kleinwüchsigen Bäumen die Wahl einer schwach wachsenden Unterlage richtig. Auf leichten, mageren Böden sollte die Wuchsleistung etwas stärker sein.

Die Zeit, in der sich die Obstbaumblüten bestäuben lassen, ist erstaunlich kurz und dauert vier bis maximal sieben Tage. Um einen vollen Ertrag im Herbst ernten zu können, genügt es, wenn beim Apfel 15 bis 20 Prozent und bei Süß- oder Sauerkirschen 30 Prozent der Blüten befruchtet werden.

nach obenGemüse

Wer Gemüse anbauen möchte und genügend Fläche verfügbar hat, aber nicht viel Arbeit investieren möchte, sollte Kartoffeln und Grünspargel pflanzen.

Grünspargel (Asparagus officinalis) unterscheidet sich vom Bleichspargel u.a. durch die Kulturweise: Er wird gar nicht oder nur geringfügig angehäufelt. Auch die Ernte ist unkompliziert: Bevor sich die Köpfe öffnen, werden die grünen Stangen dicht über dem Boden abgeschnitten. Die Lebensdauer eines Spargeldbeetes ist lang, etwa 10 bis 15 Jahre. Geeignet sind alle lockeren und durchlässigen Gartenböden, auf denen 20 Jahre lang kein Spargel wuchs. Legen Sie ein 1,50 m breites Beet an und heben Sie in der Mitte einen 30 cm breiten und 25 cm tiefen Pflanzgraben aus. Dessen Sohle wird einen Spatenstich tief gelockert und mit verrottetem Stallmist oder Komposterde angereichert.

Pflanzzeit ist im März und April. Die krakenähnlichen Spargelpflanzen werden im Abstand von 35 cm mit ringsum ausgebreiteten Wurzeln in den Pflanzgraben ausgelegt. Die Setzlinge liegen dann etwa 15 cm unter dem Bodenniveau des Spargelbeetes. Abschließend wird der Pflanzgraben verfüllt.

Die Pflanzzeit von Frühkartoffeln beginnt um den 20. April, die Vorbereitung aber schon vier Wochen früher mit dem Vorkeimen der Knollen. Damit die Saatkartoffeln ihre Winterruhe beenden, kommen sie einen Tag lang ins warme Wohnzimmer, werden dann nebeneinander in flache Kisten gelegt und bei 10 bis 15 °C an einem hellen Ort aufgestellt. Hier bilden sie kurze, feste Keime, die ihnen nach dem Auspflanzen einen gehörigen Vorsprung vor den unbehandelten Knollen verschaffen.

Sehr frühe Sorten (z.B. 'Anuschka', 'Orla', 'Rosara' oder 'Roter Erstling') mit einer Vegetationsdauer von 80 bis 110 Tagen sind ab Mitte Juli erntereif. Wer es eilig hat, kann, bei erhöhtem Risiko, zwei Wochen früher pflanzen. Bei diesem Vorgehen ist das Abdecken mit Vlies unerlässlich.

Die Kartoffelernte beginnt üblicherweise mit dem Absterben des Laubes. Bei Frühkartoffeln ist man nicht so geduldig und gräbt die Knollen mit grünem Laub aus.

Zur Vorbereitung der Gemüsebeete ist bei den meisten Gartenböden das Auflockern mit einem Grubber oder Sauzahn ausreichend. Nur auf schweren Böden, bei Neuanlagen oder wenn Stallmist und Ähnliches eingearbeitet werden soll, muss umgegraben werden. Im Anschluss wird der Boden mehrfach mit der Harke glatt gezogen und dann werden die Beete mit einer Breite von 1,20 m abgesteckt. Danach kann das Pflanzen beginnen. Nur bei Aussaaten sollten Sie einige Tage warten, bis sich die Erde gesetzt hat.

nach obenNisthilfen für Wildbienen

© Roth
Neben der Honigbiene sind viele Wildbienenarten effiziente Blütenbestäuber von Gartenpflanzen. Mit einem selbstgebastelten "Insektenhotel" können Sie vielleicht Neubürger im Garten ansiedeln.

Am einfachsten ist es, eine zylindrische Konservendose mit Reet oder anderen hohlen Pflanzenstängeln in Längsrichtung zu füllen. Auch in Hartholz von Laubbäumen oder in gebrannte Tonsteine gebohrte Löcher werden gerne als Niströhre angenommen. Die Durchmesser der Löcher sollten zwischen 2 und 9 mm variieren und die Bohrtiefe 5 bis 10 cm betragen.

Das Insektenhotel wird nach Süden ausgerichtet und an einem sonnigen vor Wind und Regen geschützten Ort angebracht. Das Insektenhotel wurde angenommen, wenn die Öffnungen der Röhren von den Wildbienen verschlossen werden.


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