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Autor:
Roth, Wolfgang

Grüne Termine im April



Trauben- oder Perlhyazinthen (Muscari armeniacum) bilden kobaltblaue Blütenteppiche, wenn sie an einem überwiegend sonnigen Ort ungestört wachsen dürfen.
© Roth
Trauben- oder Perlhyazinthen (Muscari armeniacum) bilden kobaltblaue Blütenteppiche, wenn sie an einem überwiegend sonnigen Ort ungestört wachsen dürfen.
April 2016 Die Gartensaison beginnt wegen des Klimawandels immer früher. Pflanzen beginnen sieben Tage früher zu keimen als vor 50 Jahren. Bis 2100 wird ein um drei Wochen früherer Vegetationsbeginn, gegenüber 1960, erwartet.

nach obenZierpflanzen

Die "Knollen" von Blumenrohr (Canna-Indica-Hybriden), Dahlien, Gladiolen sowie Knollenbegonien können unterschiedlich behandelt werden. Wer eine frühe Blütezeit wünscht, sollte die Knollen jetzt eintopfen und an einem hellen, frostfreien Platz aufstellen. Die Zöglinge werden dann ab Mitte Mai, wenn die Frostgefahr vorüber ist, ins Blumenbeet gepflanzt. Weniger aufwendig ist es, wenn Sie die Knollen Ende April an Ort und Stelle etwa 10 cm tief in den Boden pflanzen.

Einjährige Sommerblumen, die nicht besonders wärmebedürftig sind, können bereits ausgesät werden. Dazu gehören Jungfer im Grünen (Nigella damascena), Kapuzinerkresse (Tropaeolum-Hybriden), Kornblume (Centaurea cyanus), Ringelblume (Calendula offizinalis), Schleierkraut (Gypsophila elegans), Schmuckkörbchen (Cosmos bipinnatus) Wicke (Lathyrus odoratus) sowie Zinnie (Zinnia elegans).

Zwei sehr beliebte Frühblüher, das Mandelbäumchen (Prunus triloba) und die Hänge-Kätzchenweide (Salix caprea) sollten gleich nach der Blüte stark zurückgeschnitten werden, damit sich im Laufe des Sommers kräftige Triebe mit vielen Blütenknospen fürs nächste Jahr entwickeln können. Ein weiterer Vorteil ist, dass vitale, junge Zweige widerstandsfähiger gegen Pilzkrankheiten sind als alte.

nach obenObst

Wenn sich der Boden bereits erwärmt hat, kann Anfang bis Mitte April Stroh zwischen die Reihen von Erdbeeren gelegt werden. Stroh hält die Früchte sauber und reduziert den Befall von Grauschimmel und anderen Fruchtfäulen.

Wer im Sommer ein neues Erdbeerbeet angelegen möchte, sollte auf die Vorkultur achten. Günstig wirken sich Erbsen, Möhren, Radies, Salat, Spinat oder Gründünger wie Tagetes aus. Tabu sind Bohnen, Kartoffeln, Tomaten und, wegen des notwendigen Fruchtwechsels, Erdbeeren.

Der ideale Zeitpunkt für den Pflegeschnitt von Obstbäumen ist verpasst. Dennoch ist es besser jetzt, als gar nicht zu Schneiden.

Unbedingt zu beachten ist das Bundesnaturschutzgesetz, das einen radikalen Rückschnitt zwischen dem 1. März und 30. September als Ordnungswidrigkeit einstuft. Allerdings sind kleinere Form- und Pflegeschnitte erlaubt.

Nach den Regeln der Fachlichen- Praxis werden Pfirsichbäume kurz vor oder direkt nach der Blüte geschnitten, weil dann die schmalen Blattknospen von den runden Blütenknospen sicher zu unterscheiden sind.

Die besten Früchte wachsen an den "Wahren Fruchttrieben", die Blatt- und Blütenknospen als sogenannte "Dreifachknospen" tragen. Diese Knospenform besteht aus einer Blattknospe, die von zwei Blütenknospen eingerahmt wird. "Wahre Fruchttriebe" bleiben stehen oder werden bei Bedarf auf 40 bis 60 cm Länge gekürzt.

Die quirlförmigen, sehr kurzen "Buketttriebe", die an stärkeren Ästen wachsen, bleiben ebenfalls ungeschnitten. Nur die "Falschen Fruchttriebe", die ganz und gar mit Blütenknospen bestückt sind, werden vollständig entfernt.

Zumindest bei jüngeren Kern- und Steinobstbäumen ist das Formieren der Zweige oft eine wirkungsvollere Maßnahme als das Schneiden. Dabei nutzen wir folgende Eigenschaft des Baumes: Je steiler der Zweig in die Höhe ragt, desto stärker wird er wachsen. Wenn sich aber der Zweig der Waagerechten nähert, steigt die Neigung, Blüten zu bilden.

Das bedeutet, je kräftiger ein Zweig wachsen soll, je steiler müssen wir ihn fixieren. Wenn uns mehr an der Fruchtbildung liegt, müssen wir den Zweig herab binden oder durch ein Gewicht in die günstigere Position bringen.

Kontrollieren Sie die Obstbäume nach dem Austrieb auf gefräßige Raupen. Mancherorts haben Frostspanner im vergangenen Jahr Schaden verursacht.

nach obenGemüse

Für den Anbau von Gemüse sollten Sie grundsätzlich den sonnigsten Platz im Garten reservieren. Nicht gar so sonnenhungrig sind Feldsalat, Feuer- oder Prunkbohne, Kohlrabi, Mai- und Herbstrübe, Mangold, Möhre, Rote Bete sowie Rhabarber. Sie vertragen zeitweise lichten Schatten.

Folgende Aussaaten sind möglich: Blattsalate, Löwenzahn, Mangold, Spinat, Kopf- und Rosenkohl, Möhren, Radies, Rote Beete, Schal-, Mark- und Zuckererbsen, Dicke Bohnen und Sommerzwiebeln; ferner Kräuter wie Blattkoriander, Bohnenkraut, Borretsch, Gartenkresse, Kerbel, Petersilie und Schnittlauch.

Wählen Sie Sorten, die für einen frühen Aussaattermin geeignet und möglichst gegen Krankheiten widerstandsfähig sind. Von Ende April bis Juni müssen dann schossfeste Sommersorten gewählt werden.

Empfehlenswert ist die Aussaat von Schwarzwurzeln (Scorzonera hispanica). Sie schmecken zart würzig und haben eine typisch nussige Note. Dieses nahrhafte und gesunde Wintergemüse ist Schonkost und Delikatesse zugleich.

Schwarzwurzeln wachsen in lockeren, tiefgründigen und humosen Böden. An das Klima stellen sie keine besonderen Ansprüche. Wegen der langen Kulturzeit wird spätestens im April ausgesät. Die Ernte beginnt im Spätherbst und endet vor der Blüte im kommenden Frühjahr. Küchentipp: Erst nach dem Vorgaren schälen und dann in Essigwasser legen.

Gepflanzt werden u. a. vorgetriebene Dicke Bohnen, Blumenkohl, Brokkoli, Grünspargel, Kohlrabi, Kopfkohl, Kopfsalat, Knoblauch, Steckzwiebeln, Topinambur und mehrjährige Küchenkräuter. Schützen Sie die zarten Setzlinge vor Kälte und Schädlingsbefall mit Gemüsevlies.

Wer noch Jungpflanzen von Gurken, Kürbis, Melone oder Zucchini heranziehen möchte, muss sich sputen. Die Anzucht kann auf der Fensterbank bei mindestens 20° C erfolgen. Damit die Pflanzen einen festen Wurzelballen bilden, sollten die Samen einzeln in Töpfe ausgesät werden. Geeignet sind auch Anzuchtplatten, bei denen die Einzelgefäßen zu einer Einheit verbunden sind. Vorsicht vor Nachtfrösten. Salatgurken, Paprika und Tomaten können auch im Gewächshaus erfrieren, wenn keine Heizung vorhanden ist. Sicherer ist es, kälteempfindliches Fruchtgemüse erst nach dem 15. Mai zu pflanzen.

Bedingten Schutz vor Frost bieten Abdeckungen mit Gemüsevlies, sowohl im Freiland als auch im Gewächshaus.

Auf leichten Böden beginnt die Pflanzzeit für Kartoffeln Anfang April, auf schweren Böden und in kalten Lagen erst Ende des Monats. Pflanzen Sie nur gesunde und möglichst vorgekeimte Knollen. Die besten Aussichten auf reichen Ertrag bieten zertifizierte Pflanzkartoffeln.

Pflanzen Sie die Kartoffeln auf 20 bis 30 cm hohe Dämme im Abstand von 35 cm und nur so tief, wie die Knollen dick sind. Damit der Wind die Pflanzen gut abtrocknet, sind 70 cm Reihenabstand optimal.

Schnecken sind wieder im Anmarsch. Legen Sie feuchte Bretter zwischen die Saatbzw. Pflanzreihen und sammeln Sie die sich darunter versteckenden Schnecken täglich ab. Eine weitere sehr sichere Methode ist das Streuen von Schneckenkorn.

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Blattknospen, Bodenbearbeitung, Frühlingsblüher, Komposterde, Saatgut, Vögel, Wetterkapriolen

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