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Autor:
Roth, Wolfgang

Grüne Termine im Juni



Pfingstrosen liegen im Trend, wie die vielen neuen Züchtungen beweisen. Hier besucht ein Rosenkäfer die Garten-Pfi ngstrose 'Orange Glory' (Paeonia x hybrida).
© Roth
Pfingstrosen liegen im Trend, wie die vielen neuen Züchtungen beweisen. Hier besucht ein Rosenkäfer die Garten-Pfi ngstrose 'Orange Glory' (Paeonia x hybrida).
Juni 2017 Der Garten im Juni bietet viel Abwechslung und reichlich Arbeit: Blumenbeete und Zierrasen warten auf Pflege, Sommerblumen und etliche Gemüsearten wollen gesetzt bzw. ausgesät werden. Die Erntezeit beginnt mit den frühen Erdbeeren.

nach obenZierpflanzen

Durch häufiges Mähen wächst der Rasen dichter. Die optimale Schnitthöhe beträgt 4 bis 5 cm, in Trockenphasen 6 cm. Ist der Rasen zu lang geworden, muss er in Etappen auf sein Idealmaß gekürzt werden. Dabei sollte er nicht mehr als ein Drittel seiner Länge einbüßen. Übrigens, das Mähgut im Fangkorb ist kein Abfall, sondern ein wertvoller Rohstoff. Mit groben Pflanzenteilen oder Holzhäcksel vermischt, lässt sich daraus Komposterde herstellen.

Eine Blumenwiese wird nur ein- oder zweimal im Jahr gemäht. Die erste Mahd ist fällig, wenn die Margeriten verblüht sind. Lassen Sie das Mähgut zwei bis drei Tage liegen, damit die Samen herausfallen können.

Einige Stauden entwickeln einen zweiten Blütenflor, wenn sie gleich nach dem Abblühen tief, etwa eine Handbreit über dem Boden, abgeschnitten werden. Ein Versuch lohnt z. B. bei Berg-, Riesen- und Roter Flockenblume (Centaurea spp.), Brennender Liebe (Lychnis chalcedonica), Feinstrahl-Aster (Erigeron x cultorum), Gartenlupine (Lupinus polyphyllus), Garten-Margerite (Leucanthemum x superbum), Garten-Rittersporn (Delphinium spp.), Katzenminze (Nepeta spp.) und Trollblume (Trollius chinensis, T. europaeus).

Auch früh blühende Spiersträucher (Spirea spp.) können Sie nach der Blüte auslichten. Dabei werden alte Triebe bodennah entfernt. Alte, blühunwilligen Sträucher vertragen sogar einen kompletten Rückschnitt.

Der Neuaustrieb sommergrüner Hecken sollte frühestens Ende des Monats in Form geschnitten werden. Vergewissern Sie sich zuvor, dass alle Nesthocker ausgeflogen sind. Bauernhortensien (Hydrangea macrophyla) lassen sich im Juni durch Stecklinge vermehren. Aus einem noch nicht verholzte blütenlosen Trieb wird ein 8 bis 10 cm langer Steckling geschnitten. Benutzen Sie ein scharfes Messer und setzen Sie den Schnitt etwas unterhalb eines Blattpaares an. Danach werden alle Blätter bis auf das oberste Paar entfernt und der Steckling bis zur Hälfte in feuchte Anzuchterde gesteckt. Eine übergestülpte durchsichtige Plastiktüte dient als Verdunstungsschutz. Sobald der Steckling zu wachsen beginnt, wird er in übliche Blumenerde eingetopft, frostfrei überwintert und im kommenden Frühjahr in den Garten gepflanzt. Grundsätzlich ist von Juni bis August die Zeit, um laubabwerfende Gehölze durch Stecklinge zu vermehren.

nach obenObst

Wenn Sie große Früchte ernten wollen, müssen Erdbeeren bei anhaltender Trockenheit gegossen werden. Damit das Wasser auch die Wurzeln erreicht, sind 15 bis 20 l Wasser je m² notwendig. Eine Mulchschicht aus Stroh hält den Boden länger feucht und die Früchte zusätzlich sauber. Um Infektionen zu vermeiden, werden die Früchte mit den grünen Kelchblättern gepflückt und faule Beeren rasch entfernen.

Ebenfalls leiden Beerenobststräucher, Spalierobst und kleinwüchsige Obstbäume relativ schnell unter Wassermangel. Eine Mulchschicht unterhalb der Baumkrone spart Gießwasser und unterdrückt Unkräuter.

Unerwünscht sind Wasserschosse in Baumkronen. Sie werden bei einer Länge von etwa 30 cm entfernt. Krautige Wasserschosse lassen sich bei Kernobst abreißen, während sie beim Steinobst mit einem glatten Schnitt entfernt werden.

Die abgeernteten Ruten der im Sommer tragenden Himbeeren schneiden Sie dicht über dem Boden ab. Von den jungen Trieben bleiben 12 bis 15 Stück je Meter stehen. Herbsthimbeeren wachsen meistens flächig in einem 80 cm breiten Beet und finden in einem Maschengitter Halt. Bei dieser Anbaumethode sind 25 bis 30 Ruten je 1 m Beetlänge optimal.

nach obenGemüse

Unerlässlich ist das wöchentliche flache Lockern der Bodenkrume auf den Gemüsebeeten, entweder mit einer Hacke oder dem Grubber. Durch die kurzen Arbeitsintervalle entwickelt sich kaum Unkraut, der Boden verdunstet weniger Feuchtigkeit und nimmt bei Regen das Wasser schnell auf.

Eine weitere Maßnahme ist das Anhäufeln von Gemüsepflanzen. Dabei wird mit der Hacke etwas Erde wallartig an die jungen Gemüsepflanzen herangezogen. Bei Erbsen, Kopfkohl, Zuckermais, Busch- und Puffbohnen wird dadurch die Standfestigkeit erhöht. Bei Möhren mindert das Anhäufeln die Grünköpfigkeit und bei Kartoffeln das Vergrünen der Knollen. Porreestangen erhalten einen größeren weißen Anteil und Tomatenpflanzen bilden in dem Erdhügel zusätzliche Wurzeln für eine verstärkte Wasser- und Nährstoffaufnahme.

Für Rosenkohl endet am 10. Juni die Pflanzzeit, denn er benötigt 20 bis 25 Wochen bis zur Erntereife. Etwas mehr Zeit können Sie sich mit dem Setzen von Knollensellerie, Porree, Blumen-, Grün- und Kopfkohl lassen.

Die Auswahl an Gemüsearten, die noch ausgesät werden können, ist erheblich: Blattsalate, Bohnen, Kohlrabi, Lauchzwiebel, Mairübe, Mangold, Möhre, Pastinake, Radies, Rettich, Rote Bete, Stielmus, Spinat sowie Winterporree.

Mehrjährige Küchenkräuter wie Estragon, Salbei, Thymian und Ysop lassen sich jetzt durch Kopfstecklinge vermehren. Stecken Sie dazu die Spitzen unverholzter Trieben in handelsübliche Anzuchterde.

Besondere Pflegemaßnahmen bei Fruchtgemüse: Der Pflegeaufwand bei Paprika ist im Vergleich zu Tomate und Salatgurke gering. Die Pflanzen brauchen lediglich einen sicheren Halt durch einen Stab. Ferner muss die erste Blüte, die Königsblüte, entfernt werden. Dadurch entwickeln sich die Seitentriebe schnell und kräftig.

Auch Stabtomaten benötigen, im Gegensatz zu den buschig wachsenden Balkontomaten, einen Stützstab. Stabtomaten sollen aus einen durchgängigen Mitteltrieb ohne Seitenverzweigung bestehen. Eine Verzweigung ist unerwünscht, damit die Früchte möglichst viel Licht für ein intensives Aroma bekommen. Deshalb werden die aus den Blattachseln wachsenden Geiztriebe wöchentlich entfernt. Je nach Klimaverhältnis können im Freiland vier bis fünf und im Gewächshaus sechs bis acht Fruchtstände je Pflanze verbleiben. Leichte Zugluft im Gewächshaus fördert den Fruchtansatz. Die unteren Laubblätter werden bis in 30 cm Höhe entfernt.

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Gartenspaß statt Schneckenfraß
Insekten sind wichtige Verbündete. Viele vollentwickelte Tiere nehmen als Nahrung Pollen und Honig auf. Bewundernswert ist die lange Blütezeit und die Anziehungskraft für Insekten dieser Blauen Bergminze (Agastache rugosa).
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Gemüse, Nützling, Schnecken, Schädling, Schädlingsbekämpfung, Sommerblumen, Standortanspruch, Zierrasen

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