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Autor:
Roth, Wolfgang

Grüne Termine im Juli



Sonnenblumen (Helianthus annuus) brauchen einen kräftigen, nahrhaften und ausreichend feuchten Boden, um ihre enorme Wuchsleistung zu entfalten. Auch als Topf- oder Balkonpflanze bereitet sie viel Freude.
© Roth, Wolfgang
Sonnenblumen (Helianthus annuus) brauchen einen kräftigen, nahrhaften und ausreichend feuchten Boden, um ihre enorme Wuchsleistung zu entfalten. Auch als Topf- oder Balkonpflanze bereitet sie viel Freude.
Juli 2016 Im Gartenmonat Juli werden viele Obst- und Gemüsearten geerntet, einiges gesät oder gepflanzt. Auch Gehölze warten bereits auf den Rückschnitt. Es ist aber auch die Zeit, den Garten zu genießen.

nach obenZierpflanzen

Der "gepflegte" Rasen verträgt kein Mähen auf Vorrat. Auch vor dem Urlaub sollte die Schnitthöhe des Rasenmähers nicht verändert werden, denn nach einem besonders kurzen Schnitt würde der Rasen, bei nachfolgender Trockenheit, stark leiden.

Wenn Gras zu lang geworden ist, darf es nicht gleich beim ersten Schnitt auf die Normallänge von 4 bis 5 cm getrimmt werden. Die Anpassung der Graslänge muss stufenweise erfolgen.

In den Sommermonaten kann der Rasen bei anhaltender Trockenheit gelb und strohig werden. Er erholt sich aber überraschend schnell nach einem ausgiebigen Regen. Wenn der Rasen auch in Trockenphasen grün aussehen soll, muss er reichlich gewässert werden. Er benötigt dann ein- bis zweimal wöchentlich mindestens 15 l Wasser je m².

Gartenrosen blühen, mit Ausnahme der einmal blühenden Sorten, den ganzen Sommer über. Die Anzahl der Blüten lässt sich steigern, wenn Verblühtes laufend ausgeputzt und bei anhaltender Trockenheit gewässert wird. Eine Düngung in der Zeit von Juni bis Anfang Juli tut den Rosen gut. Spezielle Rosendünger, aber auch Beerendünger, sind geeignet, denn beide enthalten weniger Stickstoff im Verhältnis zu Phosphor und Kali.

Die meisten Gartenrosen sind auf Wildrosen, der so genannten Unterlage, veredelt worden. Dadurch wird die Gartenrose robuster und widerstandsfähiger. Gelegentlich treiben aus den Wurzeln unerwünschte Wildtriebe, die sich in Blattfarbe, Blattform und Bedornung von der Edelsorte unterscheiden. Wildtriebe sind Konkurrenten und müssen entfernt werden.

Für einen Formschnitt sommergrüner Laubhecken ist Ende des Monats die richtige Zeit. Dabei wird der Neuaustrieb um maximal ¾ seiner Länge gekürzt. Prüfen Sie unbedingt vor dem Schnitt, ob noch Vögel in der Hecke brüten.

nach obenObst

Ein optimaler Termin für den Rückschnitt von Steinobst ist gleich nach der Ernte, weil dann die Schnittwunden besonders gut verheilen. Also lassen Sie die Leiter gleich stehen und tauschen den Erntekorb mit Säge und Baumschere.

Fällig ist auch der so genannte Sommerschnitt an Kernobst. Er führt dazu, dass mehr Sonnenlicht zu den Früchten durchdringt und die Baumkrone besser durchlüftet wird und dadurch schneller abtrocknet. Außerdem schränkt der Sommerschnitt das Wachstum des Baumes ein. Es werden die Wasserreiser, sowie Zweige die in die Krone hineinwachsen, sich berühren oder miteinander konkurrieren entfernt.

Auch Beerenobst-Sträucher sollten gleich nach der Ernte ausgelichtet werden, damit sich die nachwachsenden Jungtriebe gut entwickeln können. Der Rückschnitt ist einfach: Entfernen Sie etwa drei alte aus dem Boden wachsende Äste so tief wie irgend möglich und lassen Sie die gleiche Anzahl kräftiger Jungtriebe nachwachsen. Alle weiteren Jungtriebe werden ebenfalls bodennah abgeschnitten.

Die optimale Pflanzzeit von Einmaltragenden Erdbeersorten beginnt Mitte Juli und endet einen Monat später. Je früher der Pflanztermin, desto größer wird der Ertrag im nächsten Jahr sein, denn bereits ab August legen die Pflanzen die Blüten für die kommende Saison an.

In bestehenden Beständen sind einige Pflegearbeiten notwendig: Gleich nach der Ernte sollte das Laub komplett abgeschnitten und mit den anhaftenden Krankheiten und Schädlingen aus dem Beet entfernt werden. Dieser harte Eingriff führt zu einem starken Neuaustrieb und kommt einer Erneuerung gleich.

Weitere Pflegemaßnahmen sind das Entfernen von Ranken und Unkraut, sowie die Bodenlockerung durch flaches Hacken und abschließendes Mulchen. Wenn Sie als Mulchschicht Komposterde verwenden, sparen Sie die nach der Ernte erforderliche Düngung. Immertragende- oder Remontierende Erdbeersorten sind an keinen Pflanztermin gebunden. Die optimale Zeit ist von März bis Ende September.

Wenn Sie eine Neupflanzung planen, dann achten Sie darauf, dass auf dieser Fläche wenigstens drei Jahre lang keine Erdbeeren standen. Besonders gut wachsen Erdbeeren in humusreichen und tiefgründigen Böden. Staunasse Böden vertragen sie nicht.

nach obenGemüse

Wo sind die Nacktschnecken geblieben? Bei Trockenheit verkriechen sich die Tiere und wir wähnen unsere Pflanzen in Sicherheit. Aber Vorsicht, nach einem anhaltenden Regen sind die Plagegeister wieder gefräßig. Abhilfe schaffen das Absammeln der nachtaktiven Tiere oder Schneckenkorn.

Noch können viele Gemüsearten ausgesät werden. Bei Buschbohnen ist Eile geboten, denn die sollten in den nächsten Tagen in die Erde. Mehr Zeit können Sie sich bei Chinakohl und dem "kleinen Bruder" Pak Choi, bei Knollenfenchel, Kohlrabi, Lauchzwiebeln, Mangold, Möhren, Spinat, Schwarzem Rettich und Teltower Rübchen lassen. Auch Aussaaten von Salaten, wie Kopf-, Schnitt- und Römersalat sowie Endivien, Radicchio, Feldsalat und Salatrauke sind im Juli möglich.

Beachten Sie unbedingt die empfohlene Aussaatzeit der jeweiligen Sorte. Damit die spät ausgesäten Pflanzen ausreichend Licht bekommen, sollten deren Abstände etwas größer sein.

Auf frei gewordene Gemüsebeete können noch Blumen-, China-, Grün- und Spitzkohl, Brokkoli, Kohlrabi und Wirsing gepflanzt werden. Für Rosenkohl endet die Pflanzsaison Anfang Juli.

Besonders bei späten Pflanz- und Aussaatterminen nehmen Pflegemaßnahmen an Bedeutung zu. Durch sie lassen sich die jahreszeitlich bedingten schlechteren Wachstumsbedingungen kompensieren.

Gurken und Zucchini sollten frühzeitig geerntet werden, denn die jungen, zarten Früchte sind besonders lecker. Außerdem führt frühes Ernten zu vermehrtem Fruchtansatz.

Mit der Blüte verlieren Teepflanzen wie Minze und Zitronenmelisse ihr typisches Aroma. Nach einem tiefen Rückschnitt treiben sie erneut aus und bilden frische Triebe mit würzigen Blättern.

Küchenkräuter, die zur Aufbewahrung getrocknet werden sollen, ernten Sie kurz vor der Blüte in den frühen Vormittagsstunden.. Den höchsten Gehalt an Würzstoffen haben die Kräuter während einer Schönwetterperiode. Zum Trocknen geeignet sind u.a. Bohnenkraut, Estragon, Majoran, Oregano, Salbei sowie Thymian.

Basilikum, Liebstöckel, Petersilie, Rosmarin, Schnittlauch und Zitronenmelisse behalten ihr Aroma am besten tiefgefroren.

nach obenWasser sparen

  • Gießen Sie nur in den kühlen Morgen- oder Abendstunden und dann gezielt den Wurzelbereich der Pflanzen. Das hält den Wasserverlust durch Verdunstung klein.
  • Eine Mulchschicht auf unbedecktem (nacktem) Boden schützt vor Austrocknung (Einsparungspotential bis zu 40 Prozent) und zusätzlich vor Unkräutern.
  • Auch Hacken hilft Wasser sparen, denn der gelockerte Boden saugt Wasser wie ein Schwamm auf und lässt es nicht ungenutzt ablaufen.
  • Regenwasser von den Dächern sammeln.

nach obenWärme fördert Blattlaus-Population

Bei trockenem, warmem Wetter können sich Blattläuse epidemieartig vermehren. Ein Weibchen kann dann pro Tag bis zu 5 Junge gebären. Diese bringen dann wiederum nach 7 Tagen Jungtiere zur Welt. Wenn Blattläuse in Massen auftreten, schwächen sie die Pflanzen spürbar und verschmutzen sie mit klebrigen Ausscheidungen. Bevorzugt befallen werden geschwächte oder mit Stickstoff überdüngte Pflanzen.

Vorbeugung: Ausgewogene Nährstoffversorgung, Unkrautbekämpfung und fördern von Blattlausräubern, wie Schlupfwespen, Flor- und Schwebfliegen. Ein Siebenpunkt-Marienkäfer verspeist an einem Sommertag mit 25 °C etwa 120 Blattläuse.

Bekämpfung: Mechanisches Entfernen per Hand, mit einem harten Wasserstrahl oder durch Abschneiden stark verlauster Triebe. Als weitere Möglichkeit stehen wirksame Insektizide, bspw. auf Basis von Rapsöl oder Kaliseife zur Verfügung.

nach obenWohin mit den Abfällen?

Bei einem Komposthaufen ist es wichtig, dass das zu kompostierende Material luftdurchlässig geschichtet wird und nicht zu einer feuchten, glitschigen Masse verklebt. Bewährt hat sich das Mischen von grobem mit feinem Material.

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Die Samen der Gemeinen Waldrebe (Clematis vitalba) reifen erst spät im Jahr, um dann von den Frühjahresstürmen weit fortgetragen zu werden.
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Grüne Termine im Dezember
Am 20. März ist Frühlingsanfang, das ist aber keine Gewähr dafür, dass uns der Winter ganz und gar verlassen hat.
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Grüne Termine im März
Die blauen, strahlenförmigen Blüten der Glattblattaster (Aster novi-belgii) ziehen unsere Blicke magisch an. Die über einen Meter hohe Staude ist auch für viele Insekten unwiderstehlich. Sie bieten, bis zum Frost, eine reichhaltige Nahrungsquelle.
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Grüne Termine im Oktober

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Blattlaus, Brokkoli, Erdbeere, Erdbeersorten, Gartenrosen, Gras, Kohlrabi, Marienkäfer, Mähen, Nacktschnecken, Obst, Rasen, Rückschnitt, Sommer, Sommerschnitt, Spitzkohl, Trockenphasen

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