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Autor:
Roth, Wolfgang

Grüne Termine im August



Eine imposante Staude ist der Purpursonnenhut (Echinacea purpurea), der einzeln oder in kleine Trupps bis zu fünf Pflanzen besonders gut zur Geltung kommt.
© Roth
Eine imposante Staude ist der Purpursonnenhut (Echinacea purpurea), der einzeln oder in kleine Trupps bis zu fünf Pflanzen besonders gut zur Geltung kommt.
August 2016 Es ist die ideale Zeit für einen Kurzurlaub im Garten. Ganz ohne Reisestress lassen sich die Sonne im Liegestuhl, der wohltuende Schatten unter einem Obstbaum und die sommerwarme Abendluft genießen.

nach obenZierpflanzen

Einige Zwiebelblumen wollen bereits im August gepflanzt werden. Einen sonnigen und nicht so feuchten Standort mögen Krokusse, die im Oktober oder November in lila Blautönen blühen. Ein besonderer herbst-blühender Krokus ist der Safrankrokus (Crocus sativus), der u.a. in mediterranen Ländern zur Safrangewinnung angebaut wird.

Manchmal werden Krokusse mit der Herbstzeitlose (Colchicum spp.) verwechselt, obwohl ihre Blüte deutlich größer ist und immer ohne Laub erscheint. Herbstzeitlose sind attraktive, sehr langlebige Zwiebelblumen, die jahrelang ohne Pflege auskommen. Es gibt Sorten mit einfachen oder gefüllten Blüten in weiß, rosa oder violett.

Auch die Zwiebeln der Madonnenlilie (Lilium candidum) werden jetzt gesetzt. Im Gegensatz zu den anderen Lilienarten wird diese nur zwei Finger breit mit Erde bedeckt. Noch vor dem Frost treiben dann aus den Zwiebeln Laubblätter, die zum Schutz vor Kahlfrösten mit Reisig abgedeckt werden sollten. Im Juni und Juli entfalten sich dann die reinweißen, stark duftenden Blütenglocken.

Die Hohe Garten-Schwertlilie, auch Hohe Bart-Iris genannt, (Iris barbata x elatior) hatte schon immer einen festen Platz in den Gärten. Sie ist aber in letzter Zeit durch eine Fülle an Neuzüchtungen weiter in den Vordergrund gerückt. Die modernen Sorten blühen mehrfarbig in allen Regenbogenfarben. Die Blüten sind oft gefüllt, gewellt oder gerüscht. Damit die Pflanzen blühfreudig und vital bleiben, sollten sie alle 3 bis 5 Jahre geteilt werden. Hohe Garten-Schwertlilien mögen sonnige, warme Standorte in durchlässiger Gartenerde. Die Rhizome werden so flach in die Erde gesetzt, dass ein Teil sichtbar bleibt.

Grundsätzlich können Sie alle Stauden, deren Blütezeit jetzt beendet ist, umpflanzen oder durch Teilung vermehren.

Ein feuchter Boden ist Voraussetzung für einen sattgrünen Rasen. Bei anhaltender Trockenheit benötigen die Gräser ein- bis zweimal in der Woche 15 bis 20 l Wasser je m² Rasen. Am effektivsten ist es, wenn am frühen Morgen gegossen und die Höhe der Gabe mit einem Regenmesser kontrolliert wird. Wer das Gelbwerden des Rasens erträgt, wartet auf den nächsten Regen und wird überrascht sein, wie schnell sich das Gras erholt.

nach obenObst

Bei Äpfeln und Birnen beginnt die Erntezeit. Die Früchte sollten Sie einige Tage vor der Essreife pflücken, denn vollreif geerntete Äpfel und Birnen werden schnell mehlig.

Stein- und Beerenobst entfaltet sein volles Aroma erst im letzten Reifestadium und sollte auch erst dann geerntet werden. Der richtige Zeitpunkt lässt sich am Besten durch Kostproben ermitteln, denn die Ausfärbung der Frucht ist nicht immer ein zuverlässiges Merkmal. Pfirsiche und Beerenobst reifen oft ungleichmäßig und erfordern ein mehrfaches Durchpflücken.

Neben den Gartenfrüchten reift auch Wildobst heran. Bei den Hagebutten gelten die Früchte der Apfelrose (Rosa rugosa) und die der Hundsrose (R. canina) als besonders wertvoll, weil sie viel Vitamin C enthalten.

Nicht jedermanns Geschmack sind die Beeren des Sanddorns (Hippophaea rhamnoides), ebenfalls reich an Vitamin C.

Zu Saft und Gelees lassen sich die Früchte des Schwarzen Holunders (Sambucus nigra) verarbeiten. Die vollreif geernteten Früchte müssen immer gekocht zubereitet werden, denn nur durch Hitze werden die Giftstoffe in den Samen restlos zerstört. Beim Roten Holunder (Sambucus racemosa) ist das Fruchtfleisch ebenfalls ungiftig aber die Samen bleiben auch nach dem Kochen giftig.

Rhabarber kann viele Jahre am selben Ort verbleiben. Wenn dann irgendwann doch der Ertrag schrumpft, sollten die alten Wurzelstöcke mehrfach geteilt und in ein neues Beet gepflanzt werden. Weil Rhabarber nahrhafte Erde mag, wird eine reiche Gabe Komposterde seinen Start beschleunigen.

nach obenGemüse

Aussaaten: Für die Ernte im Herbst sollten noch Anfang dieses Monats die Samen von Chinakohl, Herbstrübe, Pak-Choi oder Senfkohl, Lauchzwiebel, Mangold, Spinat, Pflück- und Romanasalat in die Erde.

Für Radieschen, Rettich und Wintergemüse steht noch der ganze Monat zur Verfügung. Wählen Sie Sorten, die für den relativ späten Aussaattermin geeignet und gegenüber möglichst vielen Krankheiten resistent sind.

Als "Wintersalat" werden einige Kopfsalat-Sorten bezeichnet, die ab Mitte August ausgesät werden. Die Köpfe vertragen -20 °C und bleiben über Winter bis zur Ernte im Beet stehen. Wer Pflanzen vorzieht, kann diese im September oder Oktober setzen und dann von Dezember bis Mai ernten.

Wenn Feldsalat im August gesät wird, ist er im Herbst erntereif. Kommen die Samen im September in die Erde, dann wird er überwintern und erst im März die optimale Erntegröße erreichen. Das Aussäen in Reihen ist gegenüber dem breitwürfigen Ausbringen der Samen vorzuziehen, weil sich so das Unkraut bequem mit der Hacke beseitigen lässt.

Eine weitere Kulturvariante besteht im Anziehen von Jungpflanzen. Dabei werden sechs bis acht Samen als Tuff in kleine Töpfe oder Multitopfplatten ausgesät. Wenn diese Tuffs etwa 3 cm hoch gewachsen sind und einen festen Wurzelballen gebildet haben, können sie mit 12 cm Abstand ins Beet gepflanzt werden. Setzen Sie die Wurzelballen nicht zu tief. Knapp die Hälfte sollte aus dem Boden herausragen, damit die Blattrosetten nicht so stark verschmutzen.

Für Grünkohl endet die Pflanzzeit mit den ersten Augusttagen. Etwas später können noch Chinakohl, Fenchel, Kopf, Eisberg- und Romanasalat, Kohlrabi, Radicchio, Winterendivien und Winterwirsing gesetzt werden.

Wenn Pflanzen aus der Familie der Kohlgewächse welken, ist Vorsicht geboten. Falls knollige Wucherungen im Wurzelbereich die Ursache sind, ist schnelles Handeln notwendig.

Ärgerlich, aber nicht dauerhaft schädigend ist es, wenn Schädlinge wie die "Kleine Kohlfliege" oder der "Kohlgallenrüssler" die Verursacher sind. Die Tiere sind durch Fraßgänge und Maden eindeutig auszumachen. Eventuell können zur Bekämpfung ausgewiesene Pflanzenschutzmittel als Granulat gestreut werden. Zur Vorbeugung für die nächst Kohlpflanzung sollte die Fläche gewechselt und ein Kulturschutznetz verwendet werden.

Der Schaden ist dauerhafter, wenn die Pflanzen an Kohlhernie, einem Pilz, erkrankt sind. Symptomatisch dafür sind Wurzelwucherungen ohne Fraßgänge. Die Pflanzen kümmern und gehen bald ein. Handeln Sie bei Verdacht unverzüglich und entsorgen Sie die Pflanzen mit möglichst vielen Wurzeln aus dem Garten. Der Pilz ist hartnäckig und kann 20 Jahre im Boden überdauern. Eine chemische Bekämpfung ist nicht möglich.

Auf der Befallsfläche sollten viele Jahre lang keine Kohlgewächse und andere Pflanzen aus der Familie der Kreuzblütler wachsen. Düngen mit Kalkstickstoff, Kompostgaben und das Aufkalken des Bodens dämmen die Krankheit etwas ein.

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