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Autor:
Roth, Wolfgang

Grüne Termine im November



November 2016 Im Garten ist es ruhig geworden. ­Viele Tiere beziehen ihren Winter-Schlafplatz im Laub unter Büschen, in stehen gelassenen Stauden-Stängeln oder in frisch gereinigten Nistkästen.

Diese Rosenblüte trägt bereits die Spuren der Vergänglichkeit. Dennoch erfreut sie uns sehr und wird auch den kommenden leichten Frösten widerstehen.
© Roth
Diese Rosenblüte trägt bereits die Spuren der Vergänglichkeit. Dennoch erfreut sie uns sehr und wird auch den kommenden leichten Frösten widerstehen.

nach obenZierpflanzen

Der Rasen wird ein letzten Mal gemäht. Mit einer Länge von etwa 5 cm ist er gut auf den Winter vorbereitet. Eine Düngung im Herbst mit einem Kalium betonten Düngemittel, erhöht die Widerstandsfähigkeit der Gräser gegen Trockenheit, Frost und Krankheiten.

Wenn Sie einen speziellen Rasendünger verwenden wollen, beachten Sie, dass es zwei, den Jahreszeiten angepasste, Typen gibt: Im Frühjahr ist der Stickstoff- und im Herbst der Kalium-Anteil besonders hoch.

Wer seinen Rasen verkleinern möchte, um Platz für Blumen oder Gemüse zu gewinnen, kann auf der zukünftigen Beetfläche eine Mulchschicht aus Stallmist, Laub oder halbfertigem Kompost aufbringen. Das schwächt die Grasnarbe und fördert die Regenwürmer sowie andere Bodenlebewesen. Der Boden wird dadurch lockerer und lässt sich im nächsten Frühjahr sehr viel leichter bearbeiten.

Für das Überwintern von frostempfindlichen Kübelpflanzen gilt: Je dunkler der Raum, desto kühler sollte die Raumtemperatur sein und um so sparsamer muss gegossen werden. Dünger benötigen die Pflanzen in dieser Zeit nicht.

Das optimale Überwinterungsquartier ist ein heller Wintergarten mit Temperaturen zwischen 10 und 15 °C. Kübelpflanzen wie Fuchsien, die ihr Laub im Herbst verlieren, sind unkompliziert. Ihnen genügt ein frostfreier Platz im Keller oder in der Garage.

Winterharte Kübelpflanzen bleiben draußen, benötigen aber einen Kälteschutz. Das Pflanzgefäß mit den empfindlichen Wurzeln können Sie mit einer Kokosmatte oder Luftpolsterfolie umwickeln. Noch einfacher ist es, wenn Sie den Kübel in ein deutlich größeres Gefäß stellen und den Zwischenraum mit Isolationsmaterial verfüllen.

Die oberirdischen Pflanzenteile schützen Sie mit Jute oder Nadelholzreisig.

Damit die Pflanzen nicht austrocknen, muss auch im Winter gelegentlich gegossen werden. Aber Vorsicht, die Wurzeln vertragen keine dauerhafte Nässe. Untersetzer sollten deshalb entfernt werden.

In Teichen mit einer Wassertiefe über 60 cm überwintern Seerosen problemlos und ohne weiteres Zutun.

In Teichen mit einer geringeren Wassertiefe müssen Seerosen vor Frost geschützt werden. Zuerst sollte das Wasser abgelassen werden. Seerosen, die in Pflanzgefäßen wurzeln, sind transportabel und überwintern sicher an einem kühlen Ort im Haus. Achten Sie darauf, dass die Wurzelstöcke nicht vollständig austrocknen.

Wurden die Seerosen direkt in den Teichgrund gepflanzt, dann hält eine dicke Laub- oder Strohpackung den Frost fern. Allerdings muss mit einer Abdeckfolie sichergestellt werden, dass keine Niederschläge in den Teich gelangen.

Für das Stecken von Blumenzwiebeln ist es noch nicht zu spät.

nach obenObst

Wichtige Maßnahmen zum Erhalt der Gesundheit von Obstbäumen sind:

  • Entfernen von Fruchtmumien, Fallobst und Falllaub, um eine Neuinfektion durch überwinternde Schadpilze wie Schorf und Monilia-Fruchtfäule zu verhindern.
  • Abschneiden erkrankter Zweige, die z. B. von Obstbaumkrebs oder Monilia-Spitzendürre befallen sind.
  • Anlegen von Leimringen um Baumstämme und Stützpfähle zur Abwehr des Frostspanners.
  • Anstreichen der Baumstämme mit weißer Schutzfarbe, um das Aufplatzen der Rinde durch starke Temperaturunterschiede zu vermeiden.

Noch ist Pflanzzeit für Obstbäume und Beerenobststräucher. Ausgenommen sind wärmebedürftige Arten wie Aprikose, Kiwi, Mandel, Pfirsich und Weinbeere, die wir besser erst im Frühjahr setzen.

Achten Sie beim Einkauf auf Qualität. Ein wichtiges Merkmal ist die Wuchsform. Die Verzweigung und Wurzelbildung muss optimal sein und dem Wuchscharakter der Obstart entsprechen. Kontrollieren Sie bei Containerpflanzen die Gesundheit der Wurzeln. Schwarze Verfärbung und übler Geruch sind nicht akzeptabel. Ferner sollen die Pflanzen frei von Schädlingen, Krankheiten oder Verletzungen sein. Erforderlich ist auch, dass auf dem Etikett der Sortenname und bei Veredlungen die Unterlage angegeben sind.

Obstgehölze werden so tief gesetzt, wie sie in der Baumschule, beziehungsweise im Container, standen. Nur Johannis- und Stachelbeersträucher können etwas tiefer gepflanzt werden.

Dort wo Wühlmäuse sind, lassen sich die Wurzeln mit speziellen Drahtkörben schützen.

Einen guten Start bekommen die Setzlinge, wenn die Pflanzerde mit reifem Kompost angereichert wird. Treten Sie die Erde behutsam an und wässern Sie durchdringend, damit die Wurzeln einen sicheren Bodenschluss bekommen.

nach obenGemüse

Welches Gemüse muss geerntet werden und welches kann im Garten überwintern?

Zu den späten aber frostempfindlichen Gemüsearten zählen Blumen-, Rot-, Spitz- und Weißkohl. Ferner Chicorèewurzeln, Karotten, Knollensellerie, Kohlrabi, Rote Bete sowie die Salate Endivie, Radicchio und Zuckerhut.

Ob diese Gemüsearten sogar leichte Fröste unbeschadet überstehen, ist sortenabhängig.

Überwintern können Grün- und Rosenkohl, Porree, Pastinake, Schwarzwurzel, Feldsalat, Winterspinat und Winterportulak.

Die abgeernteten Beete haben eine Pause verdient und überwintern am besten unter einer Mulchschicht. Im zeitigen Frühjahr wird dann der Boden mit der Mulchauflage umgegraben. Der Frühjahrestermin verhindert, dass der durch Mineralisation freiwerdende Stickstoff (Nitrat) in das Grundwasser sickert.

Im Gewächshaus ist die Gartensaison noch nicht vorbei. Löffelkraut (Cochlearia officinalis), Portulak (Portulac sativa), Postelein (Montia perfoliata), Salatrauke (Eruca sativa) und Wilde Rauke (Diplotaxis tenuifolia) können noch ausgesät werden.

nach obenGanzjahressaison

Ein Kleingewächshaus erweitert die Gemüsesaison erheblich. So kann bereits im zeitigen Frühjahr mit der Anzucht von Gemüse begonnen und im Winter frischer Salat geerntet werden. In klimatisch ungünstigen Gebieten ermöglicht ein Gewächshaus ertragreiche Ernten auch bei wärmebedürftigem Gemüse wie Tomate und Gurke.

Für den Gemüseanbau sind einfache und damit preiswerte Gewächshäuser ausreichend. Die Pflanzen wachsen im normalen Gartenboden. Eine besondere Ausstattung wie Heizung oder Gewächshaustisch ist nicht erforderlich.

Achten Sie beim Kauf auf große Lüftungsklappen und investieren Sie in einen Lüftungsautomaten, der ab 5° C tätig wird. Eine effektive Lüftung ist im Sommer notwendig, um die hohen Temperaturen zu senken und im Winter hilft sie, die Luftfeuchtigkeit an frostfreien Tagen zu senken.

nach obenHerbstLaub ist voller Nährstoffe

Deshalb ist Falllaub ein wertvoller Rohstoff zur Herstellung von Komposterde. Damit das Laub nicht verklebt, vermischen Sie es noch vor dem Aufschichten zu einer Kompostmiete mit anderen gröberen Pflanzenteilen. Hervorragend eignen sich dazu gehäckselte Zweige oder Stauden.

Zur Beschleunigung der Rotte ist ein Zuschlag von 150 g Kalk je m² Kompostfläche und 20 cm Schichthöhe zweckmäßig. Geeignet ist Algen-, Gärtner- oder ein anderer kohlensaurer Kalk.

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Humoser Gartenboden.
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Vom Umgang mit dem Gartenboden
Rollsammler von Gardena
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Video-Tipp: Rollsammler von Gardena
Die blauen, strahlenförmigen Blüten der Glattblattaster (Aster novi-belgii) ziehen unsere Blicke magisch an. Die über einen Meter hohe Staude ist auch für viele Insekten unwiderstehlich. Sie bieten, bis zum Frost, eine reichhaltige Nahrungsquelle.
Die blauen, strahlenförmigen Blüten der Glattblattaster (Aster novi-belgii) ziehen unsere Blicke magisch an. Die über einen Meter hohe Staude ist auch für viele Insekten unwiderstehlich. Sie bieten, bis zum Frost, eine reichhaltige Nahrungsquelle.
Die blauen, strahlenförmigen Blüten der Glattblattaster (Aster novi-belgii) ziehen unsere Blicke magisch an. Die über einen Meter hohe Staude ist auch für viele Insekten unwiderstehlich. Sie bieten, bis zum Frost, eine reichhaltige Nahrungsquelle.
Grüne Termine im Oktober

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