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Autor:
Griegel, Adalbert

Der Amerikanische Stachelbeermehltau



März 2017

Amerikanische Stachelbeermehltau
© Zeichnung: Margarete Griegel aus dem Buch 'Mein gesunder Obstgarten'
Amerikanische Stachelbeermehltau

nach obenSchaderreger und Schadbild

Es handelt sich um die bekannteste und bedeutendste Pilzkrankheit der Stachelbeeren (auch Echter Stachelbeermehltau genannt), die aber auch an Schwarzen Johannisbeeren große Schäden verursachen kann. Die Empfindlichkeit ist sehr stark sortenabhängig.

Junge Triebspitzen werden samt den jungen Blättern mit einem feinen, am Anfang abwaschbaren, mehligen Belag überzogen 5, was zu einer Stauchung der Triebe führt. Auch Früchte werden durch die Krankheit befallen. Die unreifen Beeren sind zunächst mit einem feinen, weißlichen, später verdichteten, grau-braun werdenden Pilzrasen überzogen 7. Sie reifen nicht aus − sie sind ungenießbar.

Die Zerstörung der jungen Triebe reizt die Pflanzen zur Bildung immer neuer "Ersatztriebe", die aber auch bald infiziert werden. Ganze Pflanzen werden Jahr für Jahr schwächer. Bei jährlich starkem Befall verkümmern die Sträucher oder erfrieren während eines strengen Winters.

Besonders stark erkranken empfindliche Sorten, zu wenig gelichtete und zu eng gepflanzte Sträucher. Eine stickstoffbetonte Düngung fördert zusätzlich starken Befall durch diesen "Schönwetter-Pilz".

nach obenSo entwickelt sich die Krankheit

Der Pilz überwintert überwiegend in den Knospen der befallenen Triebspitzen 2. In manchen Jahren überwintert der Schaderreger auch in den etwa 0,1 mm großen, dunkelbraunen Fruchtkörpern, die schon im Spätsommer auf dem Pilzbelag entstanden sind 1.

Die Blattbüschel, die aus den im vorigen Juni infizierten Knospen herauswachsen, sind schon vom Austriebsbeginn an mit dem mehligen Belag überzogen 4. Auch die eventuell überwinterten Fruchtkörper können zur Stärkung des Befallsdruckes im April beitragen 3. Auf den kranken Trieben und Blättern bilden sich Sommerpilzsporen, die besonders an schönen Tagen und in taureichen Nächten schnell zur explosionsartigen Verbreitung der Krankheit auf die nächsten Blätter, Früchte und Triebe sowie benachbarten Pflanzen beitragen 6. In dieser Zeit werden auch die frisch entstandenen Knospen infiziert. Der Pilz überwintert in und an den befallenen Trieben 8.

nach obenVorbeugen und ­Bekämpfen

Bei Neupflanzungen sollten weniger empfindliche Sorten, wie z. B. 'Mucurines', 'Reverta', 'Redeva' und andere, bevorzugt werden.

Eine kalibetonte Vollernährung stärkt die Pflanzen.

Durch starken Winterschnitt sollte für gut durchlüftete Kronen gesorgt werden. Dafür möglichst alle befallenen Triebspitzen, als Infektionsherde, bis ins gesunde Holz ausschneiden.

Die noch im April festgestellten erkrankten Blattbüschel sollte man rigoros bis ins gesunde Holz ausschneiden und beseitigen (der blaue Balken).

Vorbeugend, oder spätestens ab Befallsbeginn, sollten die hochgefährdeten Sträucher regelmäßig etwa mit Compo Bio Mehltau-frei Thiovit Jet, oder Netz-Schwefelit WG (Neudorff) behandelt werden (der rote Balken).

nach obenBuch-Tipp

Weitere Informationen zur Gesunderhaltung Ihrer Obst-Pflanzen finden Sie in dem Buch Mein gesunder Obstgarten: Großer Krankheits- und Schädlingskalender von Adalbert Griegel.

Adalbert Griegel
Mein gesunder Obstgarten: Großer Krankheits- und Schädlingskalender
232 Seiten
Preis: 19,90 Euro
ISBN: 3-930384-14-0
Verlag: Griegel

Erhältlich im Buchhandel oder bei Amazon.de.

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Schlagworte dieser Seite:

Bekämpfen, Blattbüschel, Buch-Tipp, Düngung, Pilz, Schadbild, Schaderreger, Sommerpilzsporen, Stachelbeeren, Stachelbeermehltau, Vorbeugen

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