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Autor:
Kluth, Silke

Hanggärten − Von wegen Schieflage!



Bild 1
© Gärtner von Eden
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März 2017 Zugegeben: Gärten am Hang erfordern geschickte Lösungen, um sie wohnlich zu gestalten. Wer in die Gestaltung investiert, kann daraus aber auch etwas ganz Besonderes machen.

Wer käme schon auf die Idee, ein Haus ohne Architekten zu bauen? Sicher nur ein Architekt. Beim Garten sieht das anders aus. Die meisten Grundstücksbesitzer versuchen sich selbst an der Gestaltung. Manchen gelingt das sogar recht gut, wenn sie die nötige Leidenschaft haben und viel Zeit investieren. Hanglagen dagegen gehören allerdings wirklich in die Hände von Profis: Sie verstehen es, aus den anspruchsvollen Gegebenheiten das Beste herauszuholen und bringen noch gleich das praktische und technische Know-how mit.

nach obenHanggarten? Glück gehabt!

Natürlich kostet die Gestaltung eines Hanggrundstücks durch einen Fachbetrieb in etwa ein Drittel mehr als ein Grundstück ohne Gefälle. Schließlich ist der Aufwand an Material und Maschinen beträchtlich. Ottmar Hübner, Gärtner von Eden in Stiefenhofen (Allgäu), weiß jedoch um die Vorteile der­artiger Gelände: "Steht das Haus am oberen Ende des Hangs, hat man in der Regel einen schönen Ausblick," begründet er. "Durch eine Terrassierung mit Stufen und Mauern kann man Parzellen, Nischen, zusätzliche Sitzplätze und vielleicht sogar einen Teich unterbringen. Dabei sollte nicht alles auf den ersten Blick zu erkennen sein. Man muss sich durch den Garten bewegen, um seine Fülle zu erleben. Dadurch wirken auch kleinere Gärten ganz groß." So begeistert ist der Gestaltungsfachmann von den besonders reizvollen Möglichkeiten, die ein Hanggrundstück bietet, dass er sich gerade selbst eines gekauft hat.

Bild 2
© Gärtner von Eden
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© Gärtner von Eden
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nach obenLebensräume für Mensch und Tier

Ein Hanggarten braucht einen "Rahmenplan" aus baulichen Elementen. Anders sind ebene Flächen auf unterschied­lichen Niveaus nicht zu verwirklichen. Das muss keinesfalls streng und künstlich wirken! Trockenmauern und Bodenbeläge aus Naturstein schaffen stimmungsvolle, gerne auch mediterran anmutende Atmosphäre. Im Beispiel Bild 1 wird dies durch eine lavendelfarben blühende Storchschnabel-Sorte unterstrichen, die sich fluffig über Mauer und Stufen legt. "Eine durch­dachte und vielseitige Bepflanzung lässt Kanten weicher erscheinen und macht die Jahreszeiten erlebbar durch Düfte, Formen- und Farbenspiele", so Ottmar Hübner. Auch wenn bezüglich Farbe schon einmal für den Winter ein bisschen nachgeholfen wird wie beim Sitzplatz mit den roten Wandelementen Bild 3. Dieser wurde aus dem Hang herausgehoben und mit einer Hecke als "Rückendeckung" versehen. "Diese Terrasse nutzt man, wenn man seine Ruhe haben oder den Kindern beim Spielen zuschauen möchte ", erklärt der All­gäuer Garten- und Landschaftsbaumeister. Ein "Lebensraum" zum Wohlfühlen also, was im Fall der Trockenmauern gleichermaßen für spezialisierte Tiere und Pflanzen Bild 2 gilt.

nach obenDas Gefälle spielerisch nutzen

Während für Terrassen und Sitzplätze ebenes Gelände geschaffen werden muss, gibt es Gestaltungslösungen die den Hang zu ihrem Thema machen. Dafür bieten sich Bachläufe und Wasserfälle geradezu an. "Solche Wasserelemente verbreiten viel Stimmung. Ihr Murmeln und Plätschern spricht den Gehörsinn an und erweitert somit das Gartenerlebnis. Das Geräusch darf allerdings auch nicht zu dominant werden!" Das Wasser läuft als dünner Film in ein Becken Bild 4. Dessen Rand lädt zum Sitzen und Verweilen ein. Bei schönem Wetter bringt man sich dafür noch ein paar Kissen mit.

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© Gärtner von Eden
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© Gärtner von Eden
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Die blaue Rutschbahn Bild 5 demonstriert jetzt schon, wie der Wasserfall verlaufen könnte, wenn die Kinder sie nicht mehr brauchen. Ob sich der Sandkasten dann in eine Sitzecke, eine Feuerstelle oder einen Teich verwandeln wird, ist noch offen. Heute "fließt" hier noch Efeu von der Terrasse zum Spielbereich hinab. Wenn man die Kinder nicht mehr stets im Auge behalten muss, sollen höhere Pflanzen den Blick auf die tiefere Ebene fangen und somit die Spannung etwas steigern. Ottmar Hübner sieht vor seinem geistigen Planer­auge schon Hortensien und einen Fächer-Ahorn am Hang und wassertypische Pflanzen, wie Gräser und Blattschmuckstauden, entlang des Bachlaufs wachsen. Von der Rutschbahn an der Terrasse zum Bachlauf-Gartenzimmer − ein gelungenes Beispiel dafür, dass die Gestaltung des Grundstücks sich veränderten Lebensphasen individuell anpassen lässt.

nach obenWellen und Wogen statt Terrassen

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© Gärtner von Eden
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Eine Alternative zur Terrassierung mit Mauern und Stufen ist die Modellierung des Bodens Bild 6. Aus einem langweiligen Hang mit leichter Neigung wird auf diese Weise eine lebendig gewellte Landschaft. Dafür braucht es ein etwas größeres Grundstück. "Bei Rasenflächen auf modelliertem Gelände legen wir Wert darauf, sie mährobotergerecht zu gestalten", betont Ottmar Hübner. "Offene Flächen, die gut zu überblicken sind, erfordern außerdem stimmige Übergänge zu anderen Gartenbereichen bzw. zu den Nachbargrundstücken. Was nicht so schön anzuschauen ist, blendet man beispielsweise durch Sichtschutz oder einen Baum aus." Deshalb schmiegt sich die Bank im Foto in eine halbhohe Heckennische. Ein "Guckloch" zum Haus von nebenan schafft ein Gefühl von optischer Weite, damit man sich nicht eingesperrt vorkommt. Der Baum fängt jedoch den Blick derart geschickt ab, dass das Auge nicht in den Nachbargarten hineingezogen wird.

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Humoser Gartenboden.
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Schlagworte dieser Seite:

Architekt, Efeu, Grundstück, Grundstücksbesitzer, Gärtner von Eden, Hanggrundstück, Hanggärten, Hanglagen, Landschaft, Sitzecke, Sitzplätze, Storchschnabel

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