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Autor:
Stein, Dagmar

Bunte Blumenwiesen



Bild 1: Samenmischung "Ein Bett im Kornfeld"
© Bruno Nebelung GmbH
Bild 1: Samenmischung "Ein Bett im Kornfeld"
April 2017 Wildblumen und Blumenwiesen - sie sind zur Zeit groß im Trend. Favoriten sind farbenfrohe einjährige Samenmischungen, die Bienen, Schmetterlingen und nützlichen Insekten Nahrung bieten. Dabei ist die bunte Pracht nicht nur umweltfreundlich, sondern auch eine Wohltat für´s Auge. Allerdings kann man Blumenwiesen nur auf Pfaden betreten - als Spielfläche für Kinder eignen sie sich nicht. Während die mehrjährige Blumenwiese hohen Aufwand erfordert, gedeihen einjährige Sommerblumen-Mischungen sehr einfach und sicher.

Einjährige Mischungen aus bunten Feld- und Wildblumen haben sich in den letzten Jahren zu einem starken Trend entwickelt. Sie gedeihen schnell und einfach, haben einen hohen Ökowert und sehen einfach herrlich natürlich aus mit ihrer bunten Blumenvielfalt. Die Blumenmischungen passen in jeden Garten, auf größere und auf kleine Flächen, ja sogar in Kübeln und Kästen entfalten die Schnellwachser von Juni bis zum Frostbeginn ihre bunte Pracht. Im nächsten Jahr wird alles an sonniger Stelle erneut besät. Mittlerweile gibt es ein breites Angebot.

nach obenBienenfreundliche Mischungen

Nicht nur Krankheiten und der Einsatz von umstrittenen Pflanzenschutzmitteln machen der Honigbiene in den letzten Jahren zu schaffen. Es ist vor allem der Verlust von Lebensraum und vielseitig blühenden Landschaften, die den fleißigen Bienchen das Überleben erschweren. Daher ist es vor allem in städtischer Umgebung wichtig und wertvoll, mit bienenfreundlichen Blumen in den heimischen Gärten oder auch auf dem Balkon für bunte Nahrungsvielfalt zu sorgen.

Einjährige Blumen wie leuchtendroter heimischer Klatschmohn, bunter Seidenmohn (Papaver rhoeas), Kornblumen (Centaurea), blauer Natternkopf (Echium) und Lein (Linum) in bunten Farben, gelbe Wucherblumen (Chrysanthemum) oder rosa Kornraden (Agrostemma) − sie alle locken mit reichlich Pollen und Nektar aus vorwiegend ungefüllten Feld- und Wiesenblumen reichlich Wild- und Kulturbienen, Hummeln, viele muntere Schmetterlinge und Vögel an.

Blumenmischungen wie Sperli's-Bienen-Mix, -Schmetterlingswiese, -Insektennektar (von Sperli), und Blütenteppich (von Kiepenkerl) oder Bienengarten (von Neudorff) bieten speziell dafür ein von Bienen gern genutztes Blüten-Angebot.

nach obenVon Nützlingen profitieren

Bild 2: Samenmischung "Blütenparadies für Nützlinge"
© Sperli
Bild 2: Samenmischung "Blütenparadies für Nützlinge"
In Samenmischungen wie "Nützlingsparadies", "Ein Bett im Kornfeld" Bild 1, "Blütenparadies für Nützlinge" Bild 2, "Blütenteppich" und anderen finden aber auch Blattlaus- und Raupenjäger wie Schwebfliegen, Florfliegen, Marienkäfer und andere Nützlinge Nahrung und Unterschlupf. Das Prinzip: Mithilfe von Sommerblumen, die reich an Pollen und Nektar sind, werden zunächst die erwachsenen Insekten in die Gärten gelockt. Aus abgelegten Eiern schlüpfen bald viele gefräßige Larven und helfen eifrig im Garten beim Vertilgen von Läusen, Milben und anderem Ungeziefer. Als besonders effektiv erweisen sich Florfliegen (auch Blattlauslöwen genannt) und die harmlosen Schwebfliegen (ihre wespen-ähnlichen Tarnfarben dienen als Schutz). Jede von ihnen kann in ihrer kurzen Lebensphase bis zu 200 Blattläuse vertilgen.

nach obenDauerhafte Blumenwiesen

Bild 3: Gräser und Wiesenblumen
© Stein
Bild 3: Gräser und Wiesenblumen
Wer von den Reizen einer mit Blumen übersäten Bauern- oder Alpenwiese träumt, greift zu mehrjährigen Blumenwiesen-Mischungen wie zum Beispiel Sperli's Schmetterlingswiese oder "Blumen-Wiese" von Kiepenkerl, die neben einem geringen Anteil von Gräsern als Untersaat geprägt sind von dauerhaften Wiesenblumen. Im ersten Jahr bieten sie zunächst mit einem reichen Flor an kurzlebigen Feldblumen ein fröhlich buntes Bild. Doch dazwischen wachsen langlebige Margeriten (Leucanthemum), Schafgarben (Achillea), Schlüsselblumen (Primula), Lupinen (Lupinus), Storchenschnäbel (Geranium) zu blühfähigen Pflanzen heran, ebenso würzig duftende Kräuter wie Wiesensalbei (Salvia pratensis) und Dost (Wilder Majoran, Origanum vulgare). Während die bunte Pracht der Feldblumen weitgehend verschwindet, dominieren diese Stauden in den Folgejahren, sobald Gräser und Wiesenblumen dichter werden Bild 3. Damit sich die Mehrjährigen entwickeln können, brauchen sie nach dem Abblühen (Ende Juli-August) genügend Licht und Luft − einen Schnitt auf etwa 10 cm Länge. Danach präsentiert sich die Fläche wie ein Rasen.

nach obenMehrjährige Blüher

Diese wenig bekannte Alternative ist ideal für Parks und nicht allzu intensiv genutzte Familiengärten. Sie enthält mehrjährige Blüher mit flachen Blattrosetten, zum Beispiel weiß-rosa Gänseblümchen (Bellis perennis) Bild 4, blauen Ehrenpreis (Veronica officinalis), gelbes Fingerkraut (Potentilla reptans), gelbe oder rosa Kissenprimeln (Primula vulgaris) und duftende violetten Veilchen (Viola odorata). Ihnen macht das Abmähen nichts aus, ebenso ist mäßiges Betreten gestattet. Der Blumenrasen eignet sich für größere und kleinere Flächen. Der Flor lässt sich gut mit früh einziehenden Schneeglöckchen, Krokussen Bild 5 und Blausternchen ergänzen. Ein Blumenrasen gedeiht am besten auf humosen, lehmigen, mäßig feuchten Böden, wo die höheren Mischungen Probleme haben.

Bild 4: Gänseblümchen
© Stein
Bild 4: Gänseblümchen
Bild 5: Krokuswiese
© Stein
Bild 5: Krokuswiese

nach obenAussaat und Pflege

  • Aussaatzeit ist zwischen Anfang April und Juni.
  • Bodenverbesserung mit etwas Kompost ist günstig.
  • Der Samen wird auf fein gelockertem, möglichst unkrautfreiem Boden sparsam und dünn verteilt ausgestreut.
  • Mit einer Harke leicht überrechen, dabei vermengt sich das Saatgut mit etwas Boden.
  • Mit weicher Brause gründlich durchfeuchten ohne den Boden zu verschlämmen.
  • Bei Trockenheit gießen und nicht austrocknen lassen.
  • Bei einjährigen Mischungen vor dem Winter die Pflanzen herausziehen und kompostieren.
  • Bei mehrjährigen Mischungen säen sich die Pflanzen wieder von selbst aus. Hierbei nach der Blüte und kurz vor dem Winter die Wiese noch einmal kurz mähen.

Gartenspaß statt Schneckenfraß
Spitz-Rotkohl 'Tinty' von Kiepenkerl
Was blüht uns Neues in 2017? / Blumen: zauberhaft natürlich
Insekten sind wichtige Verbündete. Viele vollentwickelte Tiere nehmen als Nahrung Pollen und Honig auf. Bewundernswert ist die lange Blütezeit und die Anziehungskraft für Insekten dieser Blauen Bergminze (Agastache rugosa).
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